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Wir waren für Euch mit Stift und Kamera vor Ort, und möchten Euch von unseren Eindrücken berichten.


Out of Line WEEKENDER

Berlin Friedrichshain
Vom 31. März bis 02. April lud Out of Line die schwarze Gemeinde ins Astra Kulturhaus zum WEEKENDER 2017. Von A wie Amduscia bis X wie Xandria wurden bei diesem Indoorfestival gleich mehrere Genres der „lauten“ Musik bedient.

Wenn man wie ich die Entwicklung der Musik nun schon fast 40 Jahre erleben darf, und sich an New Wave, Gruft, Punkrock, Electronics und Ska der 80er Jahre sowie NDH, Industrial, Techno, Hardrock der 90er bis zum Alternativ, Heavy- und Symphonicmetal, sowie EBM und Gothic dieses Jahrtausends erinnert, kann man den Machern des Weekenders nur Tribut zollen. Es gibt sicher nicht viele Veranstaltungen die den Sound von zwei Jahrtausenden vereinen. Als alter Friedrichshainer war ich das letzte mal in dieser Location, als diese noch das Kulturhaus des RAW “Franz Stenzer“ war. Kultur gab es hier schon zu DDR Zeiten. Da das Wochenende für mich der erste intensivere Kontakt mit diesem Genre der härteren ElectronicMusic war, war ich sehr gespannt.

Out of Line Bands wie OstFront, Blutengel und NightLaser waren mir natürlich bekannt, umso mehr interessierte mich die angekündigte Mischung des Line Ups. Der Opener mit Tomas Tulpe schaffte es mit seinem Hardcore Partysound die Massen ohne Probleme zum Abfeiern und Mitsingen zu animieren. Interessant war, das Umbaupausen für elektronische Musik genauso lange dauern, wie bei Bands mit akustisch, realen Instrumenten.

Vorteil man kann sich entspannt in der Pause Essen und Trinken widmen, ohne den nächsten Act zu verpassen. Am Freitag und Samstag füllte sich der Saal zügig, so dass dann zu den Headlinern Hocico (Sa) und Dirk Ivens (Fr) das Publikum von Heimaterde, Rummelsnuff, Chrom, Cephalgy uvm. bereits auf Betriebstemperatur gebracht wurde.

Für mich, als bekennender Freund der härteren Rock- und Metalgemeinde, war es schon ein tolles Bild, wie die, aus allen Bundesländern angereisten, EBM-Jünger Ihre Idole textsicher feierten. Überraschung der zwei ersten Tage waren für mich die TemplerRocker von HEIMATAERDE. Schade nur, dass die Kollegen am Pult teilweise den GAINregler so hochgezogen haben und oftmals Rot die hellste Bühnenausleuchtung war, was das Fotografieren und Zuhören (trotz Hörschutz) nicht erleichterte. Wenn wir schon bei kleinen Mängeln sind, die Verpflegungspreise, trotz super Qualität, waren für meine Begriffe einen Tick zu teuer. Am Sonntag kam es dann mit dem Metalday zum Showdown des Weekender 2017.

Eröffnet wurde der Tag durch Aeverium. Die Band aus NRW legte gut los und lies die anwesenden Headbanger schon mal Ihre Nackenmuskeln dehnen. Gefolgt von Erdling und Unzucht, baten dann die Mannen um Dianne van Giersberg, das geneigte Publikum ins Theatre of Dimensions und stellten neben den Hits auch Ihr 2017er Album vor. Wenn das Publikum den Mittelfinger in die Höhe streckt und vereint „Leck Mich“ in Richtung Bühne brüllt, dann können nur die Flecken von HÄMATOM in der Hauptstadt sein.

Mit Ihrem aktuellen Album „Wir sind Gott“ beackern die vier Himmelsrichtungen in gewohnter Weise die Fragen der Zeit. In Berlin wurde das MarteriaCover –
 „2 Finger an den Kopf“ neben „Leck Mich“ lautstark mit gesungen. Da die Oberfranken eine große Freakgemeinde haben, war auch Berlin fast ein Heimspiel. Den krönenden Abschluss fand der Weekender dann mit dem Auftritt von DELAIN. Delain ist eine der Bands die vom ersten bis zum letzten Song Freude am Musizieren haben und so auch auf der Bühne interagieren.

Im Duett mit Marco Hietala (Nightwish) bewies Carlotte Wessels, das Delain mittlerweile im Oberhaus der Symphonic Metalszene angekommen ist. Kleiner Wermutstropfen, war das der Sonntag nicht mehr so gut besucht war wie die Vortage.
Fazit: Daumen hoch für die Macher des Weekender von Out of Line. Gutes LineUp, was man eventuell mal mutiger mischen sollte! Coole Location und angemessene Ticketpreise. Man darf sich schon auf den Weekender 2018 freuen.

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